BIO-RAFFINERIE


  • Bio-Raffinierung basiert auf der Idee eines grünen, umweltschonenden Kreislaufs, bei dem keine Ressourcen verschwendet werden
  • Bio-Raffination ist eine neue, ökologische Methode um Biomasse als Brennstoff zu nutzen
  • Daraus resultieren viele zusätzliche Möglichkeiten, Biomasse nicht nur als Brennstoff zu verwenden
  • Die Methode ist wirtschaftlich und nicht abhängig von staatlicher Unterstützung

Nach einer mechanischen Zerkleinerung im Schredder wird die Biomasse kontinuierlich über einen Zeitraum von 2 Stunden auf 190°C erhitzt. Dieser Raffinierungsprozess trennt die Flüssigkeit von trockenem Material. Die entstandene wärmebehandelte Trockenmasse ist frei von Bakterien und weist eine Restfeuchte von 6-10% auf.  Das getrocknete Material besitzt die gleichen EigenschaLen wie Brennstoffpellets und kann direkt als Brennstoff verwendet werden. Überschuss an Trockenmasse (aus der Raffinierung) kann für den späteren Gebrauch oder Verkauf zu Pellets oder Briketts gepresst werden. Die Flüssigkeit aus dem Prozess wird drucklos und in gasförmigem Zustand (Dampf) zum Heizen über einen Kondensator verwendet und dabei wieder verflüssigt.  Die värmeübertragung erfolgt über ein Thermoöl bei 190°C in einem offenen und daher drucklosen System. Die Heizeinheit der Anlage liefert Energie nach Bedarf, die Raffinerieeinheit trocknet kontinuierlich. 

1. Biomasse                     A. Flüssigkeit
2. Zerkleinern                  B. Pellets 
3. Verdampfen                 C. Asche
4. Dampf                          D. Rauch
5. Kondensation               E. Wärme
6. Trockenmasse
7. Pressen
8. Verbrennung  

Wir haben unterschiedliche Arten von Biomasse in unserer Anlage getestet. Vorzugsweise haben wir Sägespäne als Pferdeeinstreu verwendet. Weiters planen wir Einstreu von Hühnern, Pferdeeinstreu aus Stroh sowie feuchte Hackschnitzel verwenden zu können. In 8 frischen Pferdemistproben konnten wir FeuchFgkeitswerte von 49 - 57% messen. Ein Pferd produziert ca. 35 - 40kg Mist pro Tag -> dies entspricht in etwa 3,5 - 4kWh.  

Frischer Pferdemist enthält ca: 


Aufgrund des geringen Stickstoffanteils ist  

Pferdemist (mit Sägespänen) als Dünger  

nicht wertvoll. 

Um eine gleichmäßige Dosierung und Raffinierung
sicherzustellen, wird die Biomasse homogenisiert.
Dies erfolgt durch mechanische Zerkleinerung im
Schredder rund 10 Minuten lang.
Abhängig von der Biomasse kann das Zerkleinern/Mixen
auch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Bei konstanter Förderung in der Trocknungsröhre/
Raffinierungsröhre wird bei 190°C die Flüssigkeit zum
Verdampfen gebracht. 
Der Dampf wird an der Oberseite der Trocknungsröhre abgesaugt.
Das trockene Material fällt in einen Vorratsbehälter. 
Der Dampf strömt durch den Kondensator und wird dabei
wieder verflüssigt. 
Rund 65% der Energie, welche für die Trocknung benötigt wird, wird so über den Kondensator wieder
rückgewonnen. 

Die trockene Biomasse hat einen Verbrennungswert von
rund 4,5kWh/kg.
Dieser Wert liegt somit geringfügig unter dem
Verbrennungswert von Stroh der bei ca. 4,8kWh/kg liegt. 

Das Abwasser aus der Raffination /
Kondensationsverfahren hat geringere Konzentrationen
als typisches Haushaltsabwasser. 
Das Abwasser kann daher bedenkenlos in die Kanalisation
abgeführt werden. 

Die Asche aus dem Prozess entspricht den Standards für
Asche und kann als landwirtschaftlicher Dünger
verwendet werden. 
Der Anteil von Phosphor und Kalium bedeutet, dass - bei
Zugabe von Stickstoff - Kunstdünger eingespart werden kann. 
Wir haben einen Phosphorgehalt von ca. 15g/kg und  einen Kaliumgehalt von ca. 52g/kg gemessen. 
Der Aschegehalt ist relativ hoch und liegt bei ca. 8 - 10%

WEITERE VORTEILE

  • Keine Entsorgung des Pferdemists
  • Keine Kontamination
  • Kein Kauf von Brennstoff
  • Produktion von Pellets / Briketts
  • Keine Auswirkung auf die lokale Umwelt oder Nachbarschaft